| Filmtipp: In The Electric Mist |
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| Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 18:01 Uhr | |
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Vor gut einem Jahr machte die Breitseite-Redaktion einen Ausflug auf die Berlinale 2009. Da man zwischen den vielen Getränkeverköstigungen nicht viel Zeit hatte, besuchte man leider nur eine Filmvorführung. Doch was ist besser als zehn miese Filme hintereinander zu sehen? Richtig! Einen Guten zu schauen. So stiefelten wir dann in den Friedrichsstadtpalast um eine der Beschreibung nach interessante amerikanisch-französische Koproduktion zu schauen, "The Electric Mist" (franz.: dans la brume electrique). In den Hauprollen Tommy Lee Jones, John Goodman und Peter Sarsgaard. Die Atmosphäre des Amerikanischen Südens wurde fantastisch eingefangen. Die Ruhe und der unheimliche Hintergrund tun ihr Übrigens, um den Zuschauer gefangen zu halten. Jetzt erscheint der Film endlich in Deutschland, nur nicht so, wie man erhofft hatte ...
"New Iberia, Louisiana. Detective Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) jagt einen Serienkiller, dem bereits mehrere Frauen zum Opfer gefallen sind. Auf der Rückfahrt von einem Tatort macht er Bekanntschaft mit dem Hollywood-Star Elrod T. Sykes (Peter Sarsgaard). Der hält sich zu Dreharbeiten in der Stadt auf, wo – mit Unterstützung von "Baby Feet" Balboni (John Goodman), der Nummer eins unter den örtlichen Kriminellen – sein neuer Film entsteht. Er berichtet Dave, dass er in den Sümpfen eine Leiche gesehen hat. Diese Entdeckung löst bei Robicheaux Erinnerungen an einen Fall in der Vergangenheit aus. Gleichzeitig wächst in ihm die Ahnung, dass die beiden Verbrechen miteinander verbunden sein könnten..."(Romanvorlage von James Lee Burke)
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Dem ist noch hinzuzufügen, dass Robicheaux am Ende seiner Laufbahn als Sheriff steht, und mit dem Gedanken spielt, inspiriert von seiner entnervten Frau, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Zusätzlichen plagen ihn Halluzinationen, in denen ein alter Südstaatengeneral durchaus ratsame Zwiesprache mit ihm hält. Die Lethargie des nahenden Ruhestandes und fortschreitender Wahnsinn sind ungünstige Vorzeichen um erfolgreich auf Verbrecherjagt zu gehen. Doch Robichaeux wäre nicht Robichaeux, wenn diese Vorkommnisse in diesem Kaff seinen alten Ehrgeiz nicht neu entflammen würden. Also jagt er den Killer bis zum spannenden Ende des Thrillers, der von Regisseur Tavernier hervorrangend inszeniert wurde. Jener schafft es auch, ein gelungenes Tempo zu erzeugen, welches die herrlich weite Landschaft des Mississippi-Deltas genügend würdigt, und gleichzeitig dem Rhythmus der Handlung genug Feuer zu geben.









