Tja! Das Leben ist hart! Und für Verlage erst recht - vor allem in den trüben "Nullerjahren". Niemand interessiert sich mehr für die Zukunft, alles ist dem Moment untergeordnet, dem Effekt ausgeliefert. Da ist es nur recht und billig der Meute das vorzuwerfen, was sie will: Drogen, Exzesse und Dada - niedergestümpert von einer pubertierenden 16-jährigen, nämlich in "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann. Hurra! Schreit da das Feuilleton und stempelt den Murks zu einem Stellvertreterroman der Nullerjahre. Aber so ganz unrecht hat es ja nicht. Was wird schon groß bleiben von den Nullerjahren? Ein paar erlogene Kriege, fürchterliche TV-Shows, Feuchtgebiete und platzende Finanzblasen... und möglicherweise: "Axolotl Roadkill".
Doch, man ist dieser Tage verblüfft und gleichzeitig interessiert. Die Gute Hegemann hat sich ganz in der Tradition der "Nullerjahre" fast eine Seite von einem Blogger quasi per Copy 'n' Paste geliehen, ohne diesen zu erwähnen. Nun, es muss darauf hingewiesen werden, dass auch das Original schwer lesbarer Schwachsinn ist, aber darum geht es nicht; vielmehr treibt es einem die Zornesröte ins Gesicht, wenn man in einer grauenvoll formulierten, offiziellen Stellungnahme von der Göre lesen muss:
"[...]muss auch anerkannt werden, dass der Entstehungsprozess mit diesem Jahrzehnt und den Vorgehensweisen dieses Jahrzehnts zu tun hat, also mit der Ablösung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum Kopieren und zur Transformation.[...]"
SoSo. Zugegeben, Kunst entsteht aus Inspiration, aber es gibt immer noch einen gigantischen Unterschied zwischen dreisten Abklatsch und genannten Referenzen. Hegemann, das war nichts!
Breitseite fordert das Recht auf Kopie und Transformation der Gewinne Ullsteins durch dieses Machwerk, am besten alles hoch hundert und mit x 2 transformieren und dann ab auf unsere Konten! Denn so sind sie schließlich, die Nullerjahre.
Endlich gibt es einen Phantombildgenerator. Damit kann man neue Fahndungsbilder erstellen (Dead od Alive) oder vorhandene abändern. Spiel & Spaß für die ganze Familie!
Österreich? Ein schönes Land. Hübsche Frauen, toller Dialekt, hohe Berge und - natürlich - das fantastische österreichische Bundesheer. Letzteres wirbt mit folgendem Werbespot für neue Rekruten. Eine Glanzleistung der kreativen Köpfe hinter diesem Spot.
Vor gut einem Jahr machte die Breitseite-Redaktion einen Ausflug auf die Berlinale 2009. Da man zwischen den vielen Getränkeverköstigungen nicht viel Zeit hatte, besuchte man leider nur eine Filmvorführung. Doch was ist besser als zehn miese Filme hintereinander zu sehen? Richtig! EinenGuten zu schauen. So stiefelten wir dann in den Friedrichsstadtpalast um eine der Beschreibung nach interessante amerikanisch-französische Koproduktion zu schauen, "The Electric Mist" (franz.: dans la brume electrique). In den Hauprollen Tommy Lee Jones, John Goodman und Peter Sarsgaard. Die Atmosphäre des Amerikanischen Südens wurde fantastisch eingefangen. Die Ruhe und der unheimliche Hintergrund tun ihr Übrigens, um den Zuschauer gefangen zu halten. Jetzt erscheint der Film endlich in Deutschland, nur nicht so, wie man erhofft hatte ...